Gefördert von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Mit Schwarz-Weiß-Abbildungen. Max Beckmann (1884-1950), einer der großen Vertreter der künstlerischen Moderne, hat nicht nur ein eindrucksvolles malerisches, grafisches und bildhauerisches Werk hinterlassen. Er war auch ein äußerst produktiver Schreiber von Tagebüchern, Briefen und programmatischen Schriften. Zeitlebens vom Theater fasziniert, verfasste er sogar kleine Stücke. Petra Kipphoff hat sich dieser bisher kaum beachteten Texte angenommen. Beckmanns Zeugnisse eines außergewöhnlich bewegten Lebens fügen sich in diesem Buch zu einem autobiografischen Drama zusammen. Der Künstler erscheint in ihnen als eigenwilliger, zuweilen ruppiger, schonungsloser Chronist seiner Gegenwart.
Rezensent Florian Illies ist sich sicher, dass Zeit-Kollegin Petra Kipphoff bestens dafür geeignet ist, die Bilder Max Beckmanns aus seinem lakonischen "Reden" heraus zu verstehen. Kipphoff begibt sich in ihrem neuen Buch auf eine akribische Spurensuche in den Malereien, Radierungen, Briefen und Vorträgen des Malers, und lernt dabei viel Neues. Etwa, wie distanziert Beckmann oft auf Ereignisse reagierte. Summa summarum erkennt der Rezensent, dass Beckmann ein Wortkünstler war, der sich selbst besonders gut spielen konnte. Das Buch von Kipphoff kann er nur empfehlen.
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