Wie sieht ein überzeugendes Verständnis der Freiheit von Individuen in Gesellschaft und Politik aus? Welche philosophischen Traditionen helfen bei der Beantwortung dieser Frage? Welcher analytische Zugang ist geboten? Das in den 1990er Jahren wiedererwachte Interesse an einer theoretischen Reflexion der Freiheit hat seither zu einer Reihe von bahnbrechenden Studien geführt, die an einflussreiche Beiträge aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts anschließen, wie sie etwa Isaiah Berlin, Hannah Arendt oder Friedrich August von Hayek geliefert haben. Der Band versammelt sowohl diese Klassiker als auch diejenigen Texte, die im Zentrum der aktuellen Debatte stehen: von Charles Taylor, Philip Pettit, Quentin Skinner, Rainer Forst, Gerald Cohen, Nancy Hirschmann u. a. Er bietet so eine umfassende Einführung in eine der lebhaftesten und wichtigsten philosophischen Kontroversen der Gegenwart.
Für Rezensent Franz Schuh ist Freiheit ein beängstigend komplexer Begriff. In dem von Philipp Schink herausgegebenen Band lernt er, dass Freiheit immer auch eine dunkle Seite besitzt, Militärinterventionen etwa, der Abbau von sozialstaatlichen Leistungen oder auch: das schwarze Loch der "Möglichkeitsräume"! Die Begriffsdiskussion im Band konfrontiert den Rezensenten mit "ungeahnten Härten". Vor einem sich auf die Natur (und ihre Katastrophen) berufenden Liberalismus fürchtet sich Schuh regelrecht.
Rezensentin Elisa Primavera-Levy sieht Gregory Fullers Erkenntnis vom Ende der Menschheit so gegen Ende des 21. Jahrhunderts gelassen. Was der Philosoph schon 1993 zur Lage des Spätkultur-Menschen prophezeite und jetzt um zwei Kapitel erweitert erneut vorlegt, findet die Rezensentin einerseits natürlich verstörend, zumal das Tempo der Selbstzerstörung durch Treibhausgase, Überbevölkerung etc. noch zugenommen hat. Andererseits jedoch vermag der Autor ihr mit Montaignes Rede von der Notwendigkeit zur Akzeptanz des Todes durchaus Trost zu spenden: Der Tod ist unvermeidlich. Also warum nicht ein bisschen Menschenfreundlichkeit spenden oder einen Baum pflanzen...
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…