Herausgegeben und eingeleitet von Ilja Danischewski und Wladimir Velminski. Aus dem Russischen von Maria Rajer. In diesen mit Anastasia Belyaeva, Ilja Danishevski und Wladimir Velminski geführten Gesprächen gewährt der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski Einblick in sein radikales Denken, das Aktionen wie 'Bedrohung' zugrunde liegt, bei der er im November 2015 die Tür des russischen Geheimdienstes FSB anzündete. "Zweifellos arbeite ich mit dem Begriff der Freiheit. Das ist eines der zentralen Elemente, dessen Sinn im System der Vorstellungen furchtbar entstellt wurde. Deswegen spreche ich vom 'Gefängnis des Alltäglichen' und davon, dass das wirkliche Gefängnis im Verhältnis dazu ein Erholungszentrum sein kann."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2017
Ulrich Schmid trifft mit Pjotr Pawlenski einen radikalen politischen Künstler, der das autonome Subjekt über alles stellt. In den hier in Auszügen veröffentlichten Gesprächen mit den Kulturwissenschaftlern Ilja Danischewski und Wladimir Velminski aus den letzten zwei Jahren lernt Schmid auch Pawlenskis Familie kennen, bei der ihn nichts an die üblichen Institutionalisierungen des Privaten erinnert. Herkömmliche Deutungsmuster, warnt Schmid, greifen hier nicht. Dass sich der Künstler jedweden politischen und ökonomischen Herrschaftsdiskursen und jedem faulen Pragmatismus entzieht, flößt Schmid Respekt ein.
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