Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2004
An diesem kleinen Band scheint alles zu stimmen, glaubt man dem mit "ve" zeichnenden Rezensenten. Zum einen zeichne sich Rabindranath Tagores autobiografischer Rückblick auf die mit "königlichen" Ereignissen bestickte Monotonie der eigenen Kindheit durch seine "augenzwinkernde Altersweisheit" aus, die auch in ihren zivilisationskritischen Momenten nicht an Aktualität eingebüßt habe. Zum anderen besteht für den Rezensenten kein Zweifel an der Qualität von Axel Montes Erstübersetzung, die er "schlicht, aber einfühlsam präzise" nennt, und die in Montes "minimalen, aber prägnanten Anmerkungen" zum Text ihre Enstprechung findet. Abrundend geselle sich zur Lesefreude der ästhetische Genuss dieses "kunstvoll gestalteten, aber wohlfeilen Miniaturbuches". So wird das Lesen sogar zur "Augenweide", schwärmt der Rezensent.
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