Mit Schwarz-Weiß-Abbildungen. Rainer Eckert, Historiker und Politikwissenschaftler, beschreibt in seinen Erinnerungen ein ebenso typisches wie untypisches "Leben im Osten", eine spannende Vita, die sich an den gesellschaftlichen Zwängen reibt. Zäsuren sind etwa Eckerts Engagement in der Jungen Gemeinde, die Zerstörung der Familie durch die Grenzschließung 1961, der Protest gegen die Sprengung der Potsdamer Garnisonkirche. Sein Studium endet 1972 mit der Relegierung und "Bewährung in der Produktion". Die Staatssicherheit ermittelt gegen ihn und versucht, ihn zur Mitarbeit zu erpressen. Daneben gibt es auch privates Lebensglück. Mit der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung ergeben sich neue Lebenswege.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2021
Rezensent Stefan Locke schätzt die Erinnerungen des Historikers Rainer Eckert an eine Sozialisation in der DDR für ihre Einsichten in den nicht sehr lustigen, aber mitunter komischen DDR-Alltag, ein semioppositionelles-akademisches Milieu und Eckerts eigene Auseinandersetzungen mit der DDR-Historikerzunft. Leider belässt es der Autor nicht dabei, ärgert sich Locke. Das Buch scheint ihm überfrachtet mit familiären Einzelheiten, Redundanzen, Geschwätzigkeit und einem enervierenden Bürokratenjargon.
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