Die Geschichte der Demokratie in Deutschland ist eine Geschichte der Brüche und Rückschläge. Erst mit der Bundesrepublik gelang es nach 1949, ein stabiles demokratisches Gemeinwesen zu errichten. 1990 erweiterte die Wiedervereinigung die "Bonner" zur "Berliner" Republik. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, heißt es im Grundgesetz. Welche Instanzen und Mechanismen sichern diesen Grundsatz? Und wie hat sich das Regierungssystem gewandelt? Dieses Zeitbild widmet sich zentralen Elementen sowie jüngsten Entwicklungen der deutschen Demokratie. Mit zahlreichen Fotos und Grafiken veranschaulicht es, wie die politischen Institutionen in der Bundesrepublik aufgebaut sind und funktionieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2023
Eine besorgte, aber auch hoffnungsvolle Perspektive auf die deutsche Demokratie nimmt Rezensent Guido Thiemeyer mit diesem Buch des Politikwissenschaftlers Frank Decker ein. Der Autor zeichnet zunächst nach, wie sich die Demokratie nach dem Krieg in Westdeutschland erfolgreich etablierte, erläutert der Rezensent. Die Stabilität des Systems gründete auf der Verfassung, dem wirtschaftlichen Aufschwung und der "politischen Kultur", die sich ab den 1960er Jahren zunehmend von autoritären Strukturen ab- und demokratischen Wertvorstellungen zuwendete. Aber, so der Kritiker, Decker sieht die Demokratie auch als zunehmend gefährdet an, vor allem die zahlreichen Krisen der letzten beiden Jahrzehnte, allen voran die Finanzkrise und die Pandemie, stellen das demokratische System auf eine harte Probe. Trotz seines Detailreichtums ist das Buch gut lesbar, flüssig geschrieben, und bietet als Kernstück eine "Einführung in das politische System" Deutschlands, freut sich der Rezensent.
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