Die üppige Bilderwelt Lateinamerikas ist die Kulisse dieses packenden Politthrillers. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Guerilla und Regierung in Kolumbien legen sich einige sympathische Individuen mit den Helfershelfern von Großgrundbesitzern, Ölmultis und Geheimdiensten an.
Um ein Haar sei dem Autor hier der "ganz große Wurf gelungen", meint Ulrich Noller, der lediglich das Happy End als Inkonsequenz kritisiert. Ansonsten jedoch ist der Rezensent begeistert von Zeliks Fähigkeit, Alltag und Charaktere mit präzisem Blick zu zeichnen, wodurch er nebenbei profunde Kenntnisse über die kolumbianische Wirklichkeit verrate. Dies stellt Noller eindeutig über "den großen Plan", um den sich die eigentliche Handlung dreht. Zelik ist für Noller ein "unzeitgemäßer Autor", einer mit politischer Botschaft, einer, dem gesellschaftliches Engagement noch ein Anliegen ist. Dass man als solcher dennoch eine spannende und mitreißende Geschichte erzählen kann, und dies "sprachlich und kompositorisch erstaunlich souverän", hat Zelik hiermit unter Beweis gestellt, wie Noller betont.
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