Aus dem Spanischen Elisabeth Müller. Ein abenteuerlicher Roman vom Überleben. Eine wahre Geschichte. Im Jahr 1908 setzen der mexikanische Hauptmann Ramon Arnaud, seine junge Braut Alicia und elf weitere Soldaten mit ihren Familien die Segel, um zur Clipperton-Insel, einem winzigen pazifischen Atoll, aufzubrechen. Sie haben den Auftrag, das abgeschiedene aber strategisch wichtige Eiland vor einer eher unwahrscheinlichen Invasion seitens der Franzosen zu schützen. Aber dann werden die Bewohner auf Clipperton wegen der politischen Wirren in der Heimat und dem Nahen des Ersten Weltkriegs einfach vergessen. Und das Überleben aller hängt auf einmal von Alicias Mut und List ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2012
Irgendwas ging verloren von Laura Restrepos Roman in der Zeit seit seiner Entstehung Ende der 80er Jahre, mutmaßt Florian Borchmeyer. Er vermutet, dass der Wunsch der Autorin, sich durch ein investigativ grundiertes Erzählen vom magischen Realismus eines Garcia Merquez abzusetzen, inzwischen einfach längst überholt ist. Dass Restrepo ihre Geschichte des glücklosen Pazifikinselkönigs Ramon Artaud, die sich mit den Kategorien Zivilisation und Wildnis auseinandersetzt, teilweise als historischen Tatsachenbericht präsentiert, findet Borchmeyer in Ordnung. Nur fragt er sich, ob die dem Ganzen zugrunde liegende historische Marginalie wirklich so bedeutsam ist, um derart breit und facettenreich beleuchtet zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 26.11.2011
Laura Restrepos neues Buch "Die Insel der Verlorenen" ist nicht nur ein mitreißender Abenteuerroman, sondern auch ein tragikomisches, politisches Dokument über die historischen Ereignisse auf der kleinen Pazifikinsel Clipperton, meint Rezensentin Andrea Kaden. Mit "emphatischer Direktheit" schildere die kolumbianische Autorin das Schicksal von knapp vierzig Menschen, die sich von 1908 an aus militärisch-patriotischem Pflichtbewusstsein zu Zeiten der mexikanischen Revolution auf jenem Atoll ansiedelten, um die Insel im Auftrag des Präsidenten Porfirio Diaz gegen die Eroberungsversuche der Franzosen zu verteidigen. Die Inselbewohner fallen jedoch Tsunamis und Unterernährung zum Opfer und so werden neun Jahre später nur wenige Frauen und Kinder gerettet. Restrepo erzähle die Geschichte aus der Sicht einer Journalistin, die im Jahre 1988 den Ereignissen nachspüre. Unter Einbeziehung von Zeitzeugenberichten und historischen Dokumenten ist ein feinsinniger, multiperspektivischer Roman entstanden, lobt die Rezensentin.
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