Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober. Testosteron macht männlich. Testosteron ist schuld an sexuellen Übergriffen und Gewaltexzessen im Krieg. Testosteron macht durchsetzungsfähig im Beruf. Die Mythen, die sich um das vermeintliche männliche Geschlechtshormon ranken, sind weitverbreitet, verzerren die Realität - und sie sind gefährlich. Rebecca Jordan-Young und Katrina Karkazis räumen auf mit den Halbwahrheiten rund ums Testosteron. Sie zeigen, wie sie sich auf unser Denken und Handeln auswirken und wie sie überwunden geglaubte Auswüchse von Sexismus, Rassismus und Klassismus nähren. Als Gesellschaft müssen wir diese Mythen endlich hinter uns lassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.01.2021
Rezensentin Sonja Zekri empfiehlt das Buch von Rebecca Jordan-Youngs und Katrina Karkazis als vielseitigen Einblick in das Wesen des Testosteron. Von eugenischen Experimenten berichten die Autorinnen laut Zekri, von Polizeigewalt, Börsenbullen und "T-Folklore". Der Zweck des Ganzen ist für Zekri klar als politisch erkennbar. Statt eines erschöpfenden Forschungsberichts bietet der Band eine "Analyse des Wechselspiels von Forschung und Gesellschaft" in den USA, erklärt Zekri. Mit all den Anglizismen und Nebenschauplätzen keine leichte Lektüre, findet sie, aber eine lohnende.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…