Die strafrechtliche Aufarbeitung des sogenannten DDR-Unrechts hat seit 1989 zu einer kaum überschaubaren Fülle von Veröffentlichungen geführt. Gleichwohl gibt es ein auffälliges Defizit: Von den Opfern ist erstaunlich wenig die Rede; Publikationen, die den Opferaspekt thematisieren, existieren nicht. Die vorliegende Arbeit ist ein Schritt, diese Lücke zu schließen, indem sie die Aufarbeitung des DDR-Unrechts, die strafrechtliche Vergangenheitsbewältigung selbst sowie das strafrechtliche Rehabilitierungs- und Entschädigungsrecht einer teils kritischen, teils befürwortenden Würdigung unterzieht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2002
Obwohl diese Arbeit nach Meinung des Rezensenten Wolfgang Schuller einige Schwachstellen aufweist, lobt er doch die Bemühungen der Autorin um eine differenzierte und ausgewogene Darstellung. Mit der könne Regina Blümmel allerdings nicht verhindern, dass "die Täter immer viel interessanter sind als die Opfer". Das größte methodologische Manko des Buches liegt nach Meinung des Rezensenten darin, dass nie wirklich geklärt wird, "was eigentlich unter legitimen Bedürfnissen oder Ansprüchen der Opfer zu verstehen ist". Auch stört ihn, dass das diffuse Unrecht, das die Stasi durch "Zersetzungsmaßnahmen den Untertanen" angetan hat, nur beiläufig erwähnt wird - obwohl Schuller sich durchaus der Schwierigkeit bewusst ist, dass diese Problematik "strafrechtlich kaum fassbar" ist.
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