Von den "Buddenbrooks" bis zu den ALDI-Brüdern - kaum ein Wirtschaftsphänomen beschäftigt die deutsche Öffentlichkeit so sehr wie Familienunternehmen. Dabei schwankt die Einschätzung zwischen dem Lob für die Krisenfestigkeit und stabilisierende Wirkung und der Kritik an familiären Verstrickungen und unverhältnismäßigem Reichtum. "Familienunternehmen in Deutschland" stellt deren moderne Strategien verständlich dar und klammert kritische Gesichtspunkte nicht aus. Der Band gewährt Einblick in das, was Familienunternehmen heute ausmacht, und wie es gelingt, traditionelle Stärken und übermittelte Werte mit der Forderung nach sozialer Offenheit und digitalen Neuerungen in Einklang zu bringen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.03.2022
Rezensent Paul Stänner empfiehlt der Queen Victoria Steiners Buch über Familienunternehmen, ihre Chancen und Probleme. Als Mutmacher taugt der Band laut Stänner auch, da die Autorin oft nachsichtig bzw. ungenau urteilt oder gar glorifiziert, wo der Rezensent sich mehr Analyse und kritischen Sachverstand gewünscht hätte. Wichtige Themen entdeckt Stänner dennoch eine Menge. Von der Generationenfrage und dem Wissensgap zwischen Führungsgenerationen bis zur die Frage des Firmenimages. Interviews mit Wissenschaftlern und Unternehmern ergänzen den Band, so Stänner.
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