Friedrich Preller der Ältere prägte mit seinen mythologischen Landschaften das Ideal einer am klassischen Kanon orientierten Kunstauffassung des 19. Jahrhunderts. Der in Weimar tätige Maler hinterließ ein weit dimensioniertes Oeuvre von Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphiken, das bis heute nur in Teilen erschlossen ist. Seine Briefe geben Auskunft über Auftraggeber, Werkprozesse und Bildgedanken und lassen seine Reisen nach Italien, durch die Alpen und nach Norwegen lebendig werden. Sie erlauben die präzise Rekonstruktion von fünf Jahrzehnten intensiver künstlerischer Tätigkeit. Preller korrespondierte mit zahlreichen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, darunter bildende Künstler, Komponisten, Kunsthändler und Verleger sowie seine Schülerinnen und Schüler.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2023
Rezensent Hermann Mildenberger taucht mit Reinhard Wegners Edition der Briefe des Malers Friedrich Preller d.Ä. ein in das nachgoethische Weimar und seine Künstlerzirkel um Liszt und Genelli. Das Werden Prellers vor diesem Hintergrund eröffnen ihm die "mustergültig" edierten und kommentierten Briefe auf ebenso lebendige wie gelehrte Weise. Allerdings vor allem aus Sicht Prellers, seines Kunstverständnisses und seines "unerschütterlichen" Selbstvertrauens, wie Mildenberger einräumt. Der Wertekanon und die Atmosphäre des damaligen Weimars werden allerdings sicht- und spürbar, so der Rezensent.
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