Ein spät entdeckter Surrealist aus Deutschland, ein Breton-Verehrer, der spät noch seine Initiation in Paris durchmachte, einer der an automatisches Schreiben glaubt. Gabriele Killert würdigt Richard Anders` "blasphemische Lust am Spiel" in einer Doppelbesprechung mit den "ZeckGeschichten" desselben Autors (ebenfalls bei Galrev). So hundertprozentig kann sich Killert mit Anders` Gedichten und Geschichten aber offensichtlich nicht anfreunden. Vielleicht stört sie, dass Anders sie, entgegen der surrealistischen Regel des kritiklosen Rauslassens der Assoziationen, nachträglich bearbeitet. Das gebe ihnen etwas "Halbwildes, Halbdomestiziertes". Die literarische Avantgarde vom Prenzlauer Berg scheint es genau so zu lieben.
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