Festa della Liberazione - Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung in Italien. Die achtjährige Francesca fragt ihren Opa Roberto besorgt, warum er denn seit Jahren in Berlin bei den #17;"bösen Deutschen" lebe. Der Journalist Roberto Giardina schildert entlang deutscher Geschichte, Alltagskuriositäten und teutonischer Auffälligkeiten zunächst dem Mädchen und später der jungen Frau mal ernst, mal augenzwinkernd seine Erfahrungen mit der Wahlheimat. Zu Wort kommt ein profilierter Kenner und Betrachter deutsch-italienischer Bindungen und Befürchtungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2017
Rezensent Andreas Rossmann schätzt den seit 1986 in Deutschland als Korrespondent italienischer Zeitungen tätigen Roberto Giardina als versierten Kenner deutsch-italienischer Beziehungen. Der Journalist begleitete Willy Brandt nach Warschau und Jerusalem und interviewte Günter Grass und Albert Speer, erzählt der Kritiker. Entsprechend gebannt folgt Rossmann den hier versammelten Gesprächen zwischen Giardina und seiner Enkelin, in der mit ihr über acht Jahre hinweg über Stolpersteine, Geschlechterrollen, Geschwindigkeitskontrollen, Bücher, Filme, typische Deutsches und typisches Italienisches spricht, dabei interessante Verknüpfungen herstellt, geschickt Geistesgeschichte einflicht und doch nie belehrt oder "großväterlich betulich" erscheint, staunt der Rezensent. Ein grandioses Buch, das auch mit Klischees aufräumt, meint er.
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