Heinrich von Brentano zählte zu den prominentesten Köpfen der Bonner Nachkriegsdemokratie. Der Mitbegründer der hessischen CDU wirkte maßgeblich an der Hessischen Verfassung von 1946 und dem Grundgesetz mit. Von 1955 an erster Außenminister der Bundesrepublik unter Adenauer, erlangte Brentano den Gipfelpunkt seiner Karriere. Die in seine Amtszeit fallenden Ereignisse - die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion 1955 oder der Mauerbau 1961 - bilden bis heute weltpolitische Zäsuren. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Brentanos beleuchten die zwölf Beiträge renommierter Fachhistoriker die verschiedenen Stationen seines Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2004
Rezensent "rab" ist nicht durchweg zufrieden mit diesem Aufsatzband, der zum hundertsten Geburtstag von Adenauers Aussenminister erschienen ist. Zwar lobt er das darin enthaltene biografische Porträt von Herausgeber Frank-Lothar Kroll als vorzüglich. Insgesamt jedoch sind ihm die zwölf Beiträge des Bandes zu schematisch. Auch kritisiert er, dass sich die Beiträge thematisch und inhaltlich gelegentlich überlappen.
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