Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.05.2001
Sie wäre am 11. Mai hundert Jahre alt geworden, die Lyrikerin Rose Ausländer, 1902 in Czernowitz geboren und 1988 in Düsseldorf verstorben, informiert Hauke Hückstädt. Und rechtzeitig zu diesem Jubiläum hat ihr Nachlassverwalter und Herausgeber der Gesammelten Werke, Helmut Braun, eine "wohlfeile" Auswahl von gut 400 aus den mehr als 3000 Gedichten getroffen, berichtet der Rezensent. Darunter befinde sich mehr als nur ein Solitär der hohen Dichtkunst der schreibwütigen Lyrikerin, lobt Hückstädt. Trotzdem übt er Kritik an der Ausgabe. Bei kaum einer Dichterin sei Leben und Werk so dicht verwoben wie bei Ausländer. Nachvollziehbar findet der Rezensent daher auch die thematische Struktur des Auswahlbandes, bemängelt aber, dass weder aus der editorischen Notiz, noch aus den Gedichten und Gedichtanfängen deutlich werde, aus welcher Zeit und aus welchen Primärquellen die Gedichte stammen. Und damit sieht Huckstädt seine Ansprüche an die Ausgabe nicht erfüllt. Schade, meint der Rezensent. Denn so zuckelten die Gedichte einer der bedeutendsten Lyrikerin wie nach Ladung gekoppelte Waggons von unbestimmter Herkunft hintereinander her.
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