Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Norwegen 1961 - Finn ist zehn Jahre alt und wächst in einer schmucklosen Vorstadt von Oslo auf. Er ist schmächtig, aber vielleicht der klügste Junge seiner Klasse. Von seinem Vater weiß er nur, dass er bei einem Unfall ums Leben kam. Seine Mutter aber führt ihn sicher durchs Leben. Bis die beiden eines Tages einen rätselhaften Untermieter aufnehmen und bald darauf auch Finns Halbschwester Linda. Die Sechsjährige ist die Tochter des toten Vaters und einer drogensüchtigen Mutter. Ihr Gepäck: ein himmelblauer Koffer und jede Menge emotionaler Sprengstoff. Das dicke, unscheinbare Mädchen wird Finns Leben bald für immer verändern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2011
Wie war das nochmal, seine Kindheit zu verlieren? Nach der Lektüre von Roy Jacobsons nostalgischem Blick auf eine Kindheit und Jugend im Oslo der frühen 60er Jahre weiß Daniel Grinsted es wieder. Umso besser, als der Autor seine Familiengeschichte warm und humorvoll, doch unsentimental zu erzählen und mit dem historischen Zeitgeist zu verbinden vermag. Freundschaft, erste Liebe, Verrat, Verantwortung und Verlust spielen eine Rolle, erklärt uns Grinsted die universelle Gültigkeit der Geschichte, in der ein Junge, so plötzlich eine Schwester gewinnt wie er seine Kindheit verliert.
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