Was machte ein Abdecker, ein Fischbeinreißer, ein Kalfaterer, ein Lustfeuerwerker oder ein Planetenverkäufer? Die meisten unserer Vorfahren haben ihr Leben lang Tätigkeiten ausgeübt, von denen wir nichts mehr wissen. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Wie viel hochspezialisiertes Können damit verloren gegangen ist, lässt sich kaum ermessen. Wie ein Archäologe legt Rudi Palla in dieser Sammlung all jene Tätigkeiten frei, die wir uns heute teilweise kaum noch vorstellen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2015
Die verloren gegangen Berufe, die Rudi Palla in seinem Lexikon "Verschwundene Arbeit" untergebracht hat, offenbaren zwar die Ursprünge einiger netter Redewendungen, Palla sorgt aber dafür, dass keine allzu romantische Verklärung in der Rückschau entsteht, berichtet Regina Mönch. Denn obwohl die Wiener "Wäschemädels" tolle Lieder sangen, war ihr Alltag durch den Konkurrenzkampf mit den Wäschern der Stadt und körperliche Strapazen geprägt, erfährt die Rezensentin, die sich auch fragt, an welche der aktuell überspezialisierten Berufe bald nur noch Lexika erinnern werden.
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