Die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 haben die Welt verändert. Nach jahrzehntelanger Ächtung ist der Krieg auch in Deutschland plötzlich wieder als legitimes Instrument der Politik denkbar geworden. Neben dem Vietnamkrieg, dem Trauma der USA und Angriffsziel der 68er auch in Deutschland, und dem siegreichen Golfkrieg rücken die beiden Weltkriege wieder ins Blickfeld. Neue Kriege treten hinzu. Bereits das Dilemma des Kosovokrieges hat eingeschworene Pazifisten in Deutschland zu Bellizisten werden lassen. Am Afghanistankrieg scheiden sich jedoch die Geister: Ist dieser Krieg als Antwort auf den Terroranschlag gerechtfertigt? Richtet er sich gegen die wirklichen Täter? Gibt es ein erkennbares und realisierbares Ziel dieses Krieges?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2002
Krieg in seinen neuen Formen - von der innerstaatlichen Revolte bis zum Kampf gegen den global bedrohenden Terrorismus - ist auf der globalen Agenda wieder ganz nach oben gerückt. So charakterisiert Rezensent Curt Casteyger die gegenwärtige weltpolitische Situation. Der von Rüdiger Voigt, Professor an der Bundeswehr-Akademie in München, herausgegebene Band "Krieg - Instrument der Politik?" beleuchtet diese für Casteyger "wahrlich alarmierende Entwicklung" unter verschiedenen Gesichtspunkten. Wie Casteyger ausführt, gehen "kompetente Wissenschafter" in siebzehn Beiträgen der im Titel formulierten Frage nach und kommen zu einer zurückhaltenden Antwort: Zwar könne Krieg einmal unvermeidlich, ja sogar notwendig sein, etwa im Entkolonialisierungsprozess, gegen Diktaturregime oder zur Bekämpfung eindeutigen Völkermordes. Doch als "existenzielle Erfahrung", als Instrument zur Bewahrung des Friedens, als "Maß aller Dinge" versehen die Autoren des Bandes nach Ansicht Casteyger den Krieg mit vielen Fragezeichen.
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