Die drei Brüder, Rudolf, Ernst und Werner Stender, wuchsen in einer Arbeiterfamilie in der Gertigstraße 56 in Hamburg-Winterhude auf, nur wenige hundert Meter entfernt von der Maschinenfabrik Kampnagel AG. Schon als Jugendliche waren sie in der Arbeiterjugend organisiert und 1933 am Aufbau von antifaschistischen Widerstandsgruppen beteiligt. Werner, der Jüngste, der als einziger die Nazi-Zeit überlebte, wird zum Chronisten des gemeinsamen Widerstands.
Frank Keil lässt sich von Ruth Stender ins Hamburg des Jahres 1934 entführen. Dort trifft er auf den Vater der Autorin und dessen Brüder, auf den Rotkämpferbund, Stalinterror und Spanischen Bürgerkrieg. Wie die Autorin über den familiären Zeitzeugenberichten, Briefdokumenten. Prozessakten und Erinnerungen ihre Fantasie spielen lässt, scheint Keil heikel, aber auch spannend, weil der Text von Leerstellen und Idealisierungen nicht frei ist. Keils Empfehlung: die Geschichte vom kommunistischen Widerstand aufmerksam und durchaus gegen den Strich zu lesen.
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