Die drei Brüder, Rudolf, Ernst und Werner Stender, wuchsen in einer Arbeiterfamilie in der Gertigstraße 56 in Hamburg-Winterhude auf, nur wenige hundert Meter entfernt von der Maschinenfabrik Kampnagel AG. Schon als Jugendliche waren sie in der Arbeiterjugend organisiert und 1933 am Aufbau von antifaschistischen Widerstandsgruppen beteiligt. Werner, der Jüngste, der als einziger die Nazi-Zeit überlebte, wird zum Chronisten des gemeinsamen Widerstands.
Frank Keil lässt sich von Ruth Stender ins Hamburg des Jahres 1934 entführen. Dort trifft er auf den Vater der Autorin und dessen Brüder, auf den Rotkämpferbund, Stalinterror und Spanischen Bürgerkrieg. Wie die Autorin über den familiären Zeitzeugenberichten, Briefdokumenten. Prozessakten und Erinnerungen ihre Fantasie spielen lässt, scheint Keil heikel, aber auch spannend, weil der Text von Leerstellen und Idealisierungen nicht frei ist. Keils Empfehlung: die Geschichte vom kommunistischen Widerstand aufmerksam und durchaus gegen den Strich zu lesen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…