Aus dem Englischen von Barbara Linner und Verena Kilchling. Ein Palästinenser und ein Israeli, in einem Buch vereint. Zwei jüngere Autoren aus dem Nahen Osten, ein Israeli und ein Palästinenser, setzen ein Zeichen. Sie sind der Überzeugung, dass ihre Geschichten hervorragend nebeneinander existieren können, und schreiben gemeinsam ein Buch: 13 Kurzgeschichten von Etgar Keret und eine längere Geschichte von Samir El-youssef. Sie erzählen von den Träumen und Alpträumen der jüngeren Generation in Israel und im Libanon, Geschichten voller Witz und Phantasie, voller Verzweiflung und Sehnsucht, Geschichten über das ganz normale Leben unter ganz unnormalen Bedingungen.
Lewis Gropp erzählt die ganze Geschichte der bemerkenswerten Zusammenarbeit des Palästinensers Samir El-Youssef und des Israelis Etgar Keret zu diesem Buch, die durch die politische Lage neue Aktualität erlangt hat. Das Bewundernswerte der versammelten Geschichten sieht Gropp dagegen gerade im Fiktiven und Privaten, nicht in irgendeinem Kommentar zum Kriegsgeschehen. Respektvoll beschreibt Gropp die Weigerung der Autoren, ihrer Figuren und Geschichten, sich der Politisierung ihrer Gesellschaften und einer kollektiven Identität zu unterwerfen. Mit ihren Antihelden und -geschichten, schreibt er, setzten sie ein "starkes symbolisches Zeichen" für die Komplexität der Realität und gegen die Reduktion der (eigenen) Geschichte. Die dazu aufgefahrene "herbe" Sprache und den "reflektierten" Humor erkennt Gropp als adäquates Mittel der Konterkarierung und Entlarvung einer Politisierung des Privaten.
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