Aus dem Hebräischen von Stefan Siebers. Kurz vor Chamutals neununddreißigsten Geburtstag gerät ihr bis dahin wohlgeordnetes Leben aus den Fugen: Ihre Mutter muss ins Pflegeheim, ihr Mann und die Töchter fühlen sich vernachlässigt und die Arbeit an der psychologischen Zeitschrift, die sie herausgibt, kommt ins Stocken. Und dann ist da Scha`ul, der im selben Heim seinen Vater pflegt und in den sich Chamutal verliebt. Achtzehn leidenschaftliche Tage lang werden sie sich wie Ertrinkende aneinander klammern ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2001
Zsuzsanna Gahse stellt in ihrer Kurzkritik anerkennend fest, dass sich die israelische Autorin hier ein "wirklich großes Thema" vorgenommen hat. Das Buch verbinde die Liebesaffäre einer Journalistin mit einem verheirateten Mann und die Geschichte ihrer Eltern, beide Holocaustüberlebende und sterbende Bewohner des gleichen Pflegeheims; doch leide die Geschichte unter einer zu großen "Leichtigkeit", wie die Rezensentin bedauernd bemerkt. Denn Gahse findet, dass sich die Autorin allzu distanziert und ängstlich ihren Protagonisten genähert hat.
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