Aus dem Hebräischen von Mirijam Pressler. Das Leben in der religiösen Landwirtschaftlichen Siedlung im Norden Israels folgt strengen Regeln. Mit fünfundzwanzig Jahren noch unverheiratet zu sein, kommt einem Akt subversiver Rebellion gleich. Aber Jisca kümmern weder die Sorgen der Familie noch die Konvention ihres Umfelds. Triebhaft, beherrscht von erotisch motivierten Phantasien und verdrängter Leidenschaft, ist Jisca wie ein Stachel im Fleisch ihrer orthodoxen Siedlung. Aber Jisca liebt. Sie liebt leidenschaftlich Elischa, den früh verwitweten Mann aus dem Nachbarhaus, in dessen Hof das dornige Gestrüpp wuchert wie seine trotzige Trauer um Alma, die bei der Geburt der gemeinsamen Tochter Heda starb.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.08.2001
In eine Reihe mit anderen jungen israelischen Schriftstellerinnen - wie Dorit Rabinyan und Judith Kazir - stellt Stefana Sabin die Autorin dieses Romans einer unerfüllten Liebe. Auch sie stellt in den Mittelpunkt ihres Schreibens eine Frau und ihre Gefühle, die in der Spannung von "Anpassung und Rebellion" ihren eigenen Weg finden muss. Wie sie selbst es als Kind einer orthodoxen Familie erlebt hat, schreibt Sabin, siedelt Magén das Leben ihrer Protagonistin Jiska als zwischen religiösen und weltlichen Ansprüchen zerrissen dar. Das Besondere der Darstellung der Jiska, die zugleich Erzählerin der Geschichte ist, sieht die Rezensentin in der Umkehrung des Üblichen, dass ihr die Kraft für ein unabhängiges Leben nämlich nicht aus einer Erfüllung zuwächst, sondern aus einer unerwiderten Liebe.
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