Mit der "Verbundenheit der Dinge" liegt erstmals eine Kulturgeschichte vor, in der die überwältigende Vielfalt von Netzwerken ausgebreitet wird. Sie beginnt mit den Geschicken von Fischer- und Spinnennetz in den alten Hochkulturen. Das Buch erzählt von den entscheidenden Momenten, in denen sich aus Vernetzungen eine veritable Kulturtechnik entwickelt. Es nimmt die Leser mit in die Pariser Kanalisation und an den Suez-Kanal, in die Telefonzentralen Nordostamerikas und lädt ein, mit der Londoner Untergrundbahn zu fahren. Sebastian Gießmanns fulminante Geschichte erklärt, warum soziale Netzwerke erst spät entdeckt wurden, wie sich der rasante Aufstieg der mathematischen Netzwerktheorie vollziehen konnte, wie unwahrscheinlich die Erfindung des Internets eigentlich war und was Diagramme und Verschwörungstheorien mit alldem zu tun haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2015
Mit dem unter dem Titel "Die Verbundenheit der Dinge" erschienenen Buch Sebastian Gießmanns hat Rezensent Sebastian Vehlken einen ebenso faszinierenden wie gelehrten Diskurs von Netzen, Netzwerkgesellschaften und digitalen Netzwerken gelesen. Der Kritiker folgt in Gießmanns philosophisch fundierter Studie interessiert der Frage, wie die Materialität von Netzwerken verlorenging, erfährt anhand von Fallstudien und Gründungsszenen, aber auch durch brillant verbundene kulturhistorische, bildwissenschaftliche und mediengeschichtliche Exkurse worin die Bedingungen der neuen Technikvergessenheit liegen und liest nicht zuletzt eine fundierte "Bildgeschichte des Netzwerkdiagramms". Auch wenn Vehlken die Untersuchung der die Netzinfrastrukturen bedingenden Geopolitiken und Ökonomien vermisst, kann er diese reichhaltige, "querdenkende" und Augen öffnende Studie nur unbedingt empfehlen.
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