Sebastian Heilmann

Das politische System der Volksrepublik China

Cover: Das politische System der Volksrepublik China
Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002
ISBN 9783531135724
Kartoniert, 304 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Die Volksrepublik China wird zunehmend als politische und wirtschaftliche Großmacht sowie als strategischer Konkurrent der USA wahrgenommen. Das Verständnis für die Voraussetzungen und Risiken des chinesischen Aufstiegs aber ist in der westlichen Öffentlichkeit nur gering. In diesem Buch finden sich kompakt und übersichtlich präsentierte Informationen, systematische Analysen und abgewogene Beurteilungen zur jüngsten Entwicklung in China. Innenpolitische Kräfteverschiebungen werden im Zusammenhang mit tief greifenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und außenpolitischen Veränderungen dargelegt. Die Hauptkapitel behandeln Fragen der politischen Führung, der politischen Institutionen, des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft sowie von Staat und Gesellschaft. Abschließende Kapitel gehen auf Chinas Rolle in der internationalen Politik und auf Perspektiven der zukünftigen Entwicklung ein. Das Buch basiert auf einer umfassenden Auswertung chinesischer Quellen und auf dem neuesten Stand der internationalen Chinaforschung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2002

Die Rezensentin Sabine Muscat stört sich an zwei angeblich gängigen "China-Zerrbildern", die in der deutschsprachigen Wissenschaftsliteratur entstanden sind - nämlich dass China eine "monolithische Diktatur" sei und "einen unaufhaltsamen wirtschaftlichen Aufstieg" durchlaufe. Heilmanns Buch, so die Rezensentin, tauche ein bisschen tiefer in die chinesischen Institutionen ein als die gängige Überblicksliteratur. Deshalb lobt sie dieses Buch, das sich nicht scheue, die Organisationsprinzipien des chinesischen Staates- und Parteiapparates bis in die trockenen Einzelheiten darzulegen". Akribisch arbeite der Buchautor die "Dezentralisierung der wirtschaftlichen Entscheidungskompetenzen" heraus, ebenso wie die Legitimität, die das Regime jüngst durch "innenpolitische Erfolge wie die Erhaltung der Währungsstabilität während der Asien-Krise" erlangt habe. Der Autor komme zu dem Schluss, dass sich weder eine politische noch eine wirtschaftliche Stabilisierung in China abzeichne und die Rezensentin hält seine Analyse deshalb für seriös, weil sie "weder den Aufstieg Chinas zur Supermacht noch Chinas bevorstehenden Kollaps prophezeit".
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