Das Lehrbuch stellt wesentliche psychoanalytische Konzepte dar und zeigt das aufklärerische Potential der Psychoanalyse. Kritisch diskutiert werden verschiedene wissenschaftstheoretische Verortungsversuche der Psychoanalyse, ihre theoretischen Begriffe, ihre therapeutischen und behandlungstechnischen Konzepte sowie die Konzepte der psychoanalytischen Psychosomatik und der analytischen Sozialpsychologie.
Wenn auch nach der Lektüre von Bernd Nitzschkes Rezension zu befürchten ist, dass sich Siegfried Zepf mit seinem Buch zwischen alle Stühle des derzeitigen psychoanalytischen Mainstreams setzen wird, so ist dieses nach Meinung des Rezensenten "brillante" Buch eine "Anleitung zum Nachdenken des Vorgedachten". In der sprachkritischen Tradition Lorenzers stehend eröffne es, so der Rezensent, jenseits der Reduktion der psychoanalytischen Welt auf "Papa und Mama" gesellschaftliche Perspektiven, die ein kritisches Weiterdenken auf Basis der Tradition ermöglichen. In Abgrenzung von revisionistischen Tendenzen in der Psychoanalyse legt der Rezensent dieses Buch dem in der kritischen psychoanalytischen Tradition stehenden Leser wärmstens ans Herz.
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