Simone Frieling entwirft ein vielschichtiges Porträt von Sylvia Plath im Spiegel ihrer Beziehung zu den Eltern sowie zu ihrem Mann Ted Hughes, mit dem sie eine fatale Amour fou verband. Eine biografische Annährung an die Ausnahmeschriftstellerin, die Werke der Weltliteratur schuf, die bis heute nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben. Mit zahlreichen Zitaten aus Sylvia Plaths Gedichten, Briefen und Tagebüchern sowie aus ihrem autobiografisch inspirierten Roman "Die Glasglocke". "Ich schreibe die besten Gedichte meines Lebens; sie werden mir einen Namen machen …"
Rezensent Michael Braun ärgert sich ein wenig darüber, dass Simone Frieling trotz gegenteiliger Bemühungen in eine ähnliche Falle tappt wie schon zahlreiche Sylvia Plath-BiografInnen zuvor. Auch ihr Buch kreise um den Suizid der amerikanischen Dichterin 1963, auch sie könne der Versuchung nicht widerstehen, in der Beziehung Plaths zu dem britischen Dichter und späteren Poet Laureate Ted Hughes nach Gründen und Motiven dafür zu suchen. Immerhin widerstehe sie der oft kolportierten Opfer (Plath)-Täter (Hughes)- Dichotomie anheimzufallen. Dem Rezensenten ist die Erleichterung darüber anzumerken, dass auch die schwierige, bisweilen gewalttätige Seite Plaths beleuchtet würde. Als kurze Informationsbasis über die Amerikanerin findet er den Band in Ordnung.
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