In dieser romanhaften Autobiografie schreibt Stefan Andres mit hinreißendem Einfallsreichtum und Humor über seine Kindheit. Als jüngstes von sechs Geschwistern erlebt der kleine Steff eine Zeit voller Spannungen zwischen seiner neugierigen Lust auf das Leben und den Hemmungen enger religiöser und konventioneller Grenzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2012
Sabine Brandt erinnert an den Schriftsteller Stefan Andres, dessen Hauptschaffensphase in die Zeit der Nazidiktatur fällt und somit nur wenig bekannt ist. Der Roman, den die Rezensentin uns vorstellt, scheint allerdings wenig geeignet, unser Interesse zu wecken. Laut Brandt erzählt Andres seine Jugendgeschichte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und zur Kriegszeit, "geschmückt mit Träumen". Das "Schreckmärchen" aus der Bauernheimat um Trier präsentiert ihr der Erzähler wie ein "sanft murmelnder" Bach, abwechselnd ins Vergangene und ins Jetzt reichend. Einen nahezu unbekannten Autor rettet diese Rezension sicher nicht vor dem Vergessen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…