Im Werk Max Webers steht "Herrschaft" an zentraler Stelle: als (mikro-)soziologischer Grundbegriff, der zur näheren Bestimmung und Abgrenzung sozialer Beziehungen dient; als (makro-)soziologischer Schlüsselbegriff, der Handlungsfelder wie Politik, Wirtschaft, Religion oder Recht verbindet; und nicht zuletzt als Idealtypus, der auf Organisationen und Institutionen bezogen ist. Stefan Breuer geht in seiner Untersuchung diesen verschiedenen Dimensionen anhand der drei Typen von legaler, traditionaler und charismatischer Herrschaft nach und vermittelt auf diese Weise einen Einblick in die Architektonik der Soziologie Max Webers. Zugleich wird deren empirische Relevanz im Lichte der neueren Forschung diskutiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.12.2012
Einen nicht eben bekannten Teil aus Max Webers Werk lässt sich Urs Hafner vom Politikwissenschaftler Stefan Breuer auseinandersetzen. Dass Breuer mit dem Buch seine eigene Arbeit von 1991 erneuert, stört Hafner nicht. Zu sehr scheint er fasziniert von Breuers Darstellung der Weberschen Herrschaftssoziologie anhand dreier Idealtypen, bei Weber namentlich die charismatische, die traditionale und die legale Herrschaft. Wie Breuer den Leser anleitet und wie Weber seine Gedanken entwickelt, findet Hafner dabei gleichermaßen beeindruckend.
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