Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000
Keine "Lichtgestalt des Mittelalter" war der hoch gebildete, begabte Politiker Heinrich II. nach Weinfurter, sondern ein durchaus widersprüchlicher Mensch, - und dass der Autor genau diese Qualität auf didaktische Weise herausgearbeitet hat, lobt Friedrich Prinz in seiner informativen Besprechung. Als Förderer der Künste, Kenner und Liebhaber von Buchmalereien, Gründer des Bistums Bamberg und seine Frau Kunigunde zur fast ranggleichen Königin und Kaiserin erhebend, hat er "Tatkraft mit Schlauheit" verbunden. Der Autor, früher Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte der Münchener Universität und inzwischen in Heidelberg installiert, hat die persönliche und politische Biografie dieses bedeutenden Herrschers "zu einem überzeugenden Gesamtbild zusammengefügt", befindet der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Nach dem Tod Heinrichs II., also nach 1024, brach nach Ansicht des Rezensenten Johannes Fried das „Erzübel“ der deutschen Geschichte auf: den wiederkehrenden Streit um die Krone. Denn Heinrich war „lendenlahm“, hatte keine Kinder. Fried streicht Weinfurters strukturgeschichtlichen Ansatz heraus, mit dem er etwa die kirchliche Prädominanz in der Epoche nachweise. Nicht chronologisch, sondern systematisch werde der Stoff bei Weinfurter präsentiert. Fried lobt, dass Weinfurter auch Bildquellen für die historische Interpretation ausschöpft. Obwohl das Buch keine Biographie sein wolle, trete doch die Figur des Herrschers immer deutlicher aus ihm hervor.
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