Im künstlerisch von konservativen und national orientierten Kreisen beherrschten Deutschland erfolgreich zu sein - das war um 1890 für einen ausländischen, von der französischen Moderne geprägten Künstler keineswegs selbstverständlich. Die Sezessions-Bewegung aber begrüßte den aus Paris angereisten Schweden Anders Zorn begeistert als progressiven Künstler. Die Anhänger der deutschen Heimatkunst ihrerseits bewunderten den aus der schwedischen Provinz stammenden Maler geradezu schwärmerisch wegen seiner ländlichen Sujets. So war Zorn im Spannungsfeld zwischen Avantgarde und Kulturkonservatismus ein lang anhaltender Erfolg beschieden.Cecilia Lengefeld zeigt anhand einer Fülle bislang unausgewerteter Quellen, wie zielstrebig Anders Zorn kleine und große Ausstellungen vor allem in Berlin, München, Hamburg und Dresden mit ausgewählten Werken beschickte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.01.2005
"Anders Zorn und Deutschland - ein kompliziertes Verhältnis, dessen Beschreibung mehr über die Deutschen offenbart als über den Maler selbst." Was das vorliegende Buch nach Ansicht von Kristina Maidt-Zinke umso interessanter macht. Denn die Karriere des 1920 verstorbenen schwedischen Malers, in seiner Heimat eine Koriphäe, hierzulande noch der Wiederentdeckung harrend, kann einigen Aufschluss über den Zeitgeist, über "Kulturdebatten und Debattenkultur" im Kaiserreich geben. Zorn wurde auf seinem Weg durch die deutschen Kunstmetropolen mal als Avantgardist einsortiert, mal als Impressionist bewundert, mal als Heimatmaler gelobt - und für alles auch gescholten. Eine "üppig bebilderte Untersuchung" mit einer "Fülle interessanter Details aus der Kunstszene Münchens, Hamburgs, Berlins und Dresdens im späten neunzehnten Jahrhundert."
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