Aus dem Schwedischen von Sigrid C. Engeler. Vielleicht war es das, was den Unterschied zwischen unserem Gott und dem der Christen ausmachte: Ihr Gott hatte ein Kind. Er verstand, dass man den Kleinen etwas bieten musste. Deshalb bekamen sie Weihnachtsgeschenke, Ostereier und genießbare Würste. Wir bekamen zu besonderen Anlässen Rosinen, Erdnüsse, Mandarinen und schwitzende Käsebrötchen. Humorvoll und in einer ganz eigenen Sprache erzählt der dreizehnjährige Jacob vom Leben in seiner verrückten, jüdischen Familie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2012
Nicht ohne Sympathie, und doch mit einigen Reserven bespricht Kirsten Voigt diesen Band. Die Geschichte einer jüdischen Familie in der schwedischen Diaspora interessiert sie durchaus, auch manche Kniffe der Mendel-Enkschen Erzählkunst weiß sie zu würdigen, aber insgesamt gibt ihr der Roman ein allzu fragmentarisches Bild. Spannungsbögen werden nicht zu Ende erzählt oder lösen sich auf ins Erwartbare. Familientragödien werden nur indirekt angesprochen und sind für den Leser nicht immer einfach zu erschließen. Und dann gibt es doch wieder genaue Charakterstudien oder kluge und melancholisch-ironische Einsichten über das Leben in der Diaspora und die Sehnsucht nach Israel, die die Rezensentin mit dem Chaos versöhnen.
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