Verwandelt der Nachbar Wasser in Wein? Ist die Rivalin ein menschliches Wesen oder ein besonders attraktives Exemplar künstlicher Intelligenz? Weiß die Hausbesitzerin, was sich im Schuppen tut? Lässt sich '68 nachspielen? Kann man die Welt durch ein Radioprogramm retten? Fallen tatsächlich Ballkleider vom Himmel? Wie leiht man sich eine literarische Existenz? Und wer spielt auf beim Untergang Europas?Susanne Neuffers Figuren machen sich selbst und anderen gerne etwas vor. "Im Schuppen ein Mann" versammelt Erzählungen über allerlei Absonderlichkeiten des Alltags.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2020
Rezensentin Angelika Overath scheint ganz angetan von Susanne Neuffers leisen Erzählungen über sympathische Abweichler (Verlierer mag sie nicht sagen). Geschiedene, Insolvente, Verlassene, Fast-Helden, denen die Autorin "Generalemnestie" erteilt. Wie der Provinzkünstlerin, die eine Schau in der großen Stadt hat und sich in Schale wirft. Begehren und Entsagen kommen dabei laut Overath gut in den Blick. Neuffers Formulierungen findet sie oft hinreißend, doch einen guten Rat hat sie für die Autorin: die deutenden Schlusssätze einfach mal weglassen.
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