Sylke Tempel erklärt, was Globalisierung eigentlich ist und welche Folgen sie weltweit hat. Dabei sucht sie Antworten auf die drängendsten Fragen: Ist die Globalisierung schuld an den großen Übeln dieser Welt, an Armut, Krieg und Umweltzerstörung? Werden die Armen zwangsläufig ärmer und die Reichen immer reicher? Werden wir alle amerikanisiert? Machen die multinationalen Konzerne die Nationalstaaten überflüssig, bedeutet Globalisierung also das Ende von Demokratie und Wohlfahrtsstaat? Behält der Stärkere immer Recht?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 17.11.2005
Auf ihre Frage "Globalisierung, was ist das?" hat die Autorin Sylke Tempel leider nur Mehrheitsmeinungen, "optimistischen Mainstream als Wahrheit" parat, kritisiert der Rezensent Uwe Jean Heuser und kann ihre Arbeit nicht wirklich gut finden. Globalisierung würde die Armen nicht unbedingt ärmer machen, vom Handel profitierten alle Nationen, die Konzerne seien keineswegs so mächtig, wie von Globalisierungsgegnern behauptet würde - so lauten einige ihrer Thesen. "Nichts an der Globalisierung ist so einfach und klar, wie das Buch es macht", widerspricht Heuser der Autorin. Sie starte zwar einen "mutigen Orientierungsversuch", doch es sei dringend notwendig den Lesern im Teenageralter auch "Gegenargumente von links wie rechts" zu unterbreiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.09.2005
Die Autorin habe offensichtlich als Leser den jugendlichen Sympathisanten von Attac vor Augen, berichtet Rezensent Rudolf Speth, und erkläre ihm ohne jedes weitere Fragezeichen, dass Globalisierung nur Chancen und keine Nachteile bedeute. Bei dieser Art von neoliberalem Nachhilfeunterricht für junge, noch unreife Menschen entsteht für Speth der eigenartige "Eindruck, der Protest der Globalisierungsgegner sei ein Missverständnis". Der Autorin, folgert Rezensent Speth, mangele es dagegen ihrerseits ein wenig an Einsichten gegenüber "notwendigen Regulierungen auf transnationaler Ebene".
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