Auf einmal sind alle verliebt. Paulines beste Freundin Natascha und die blöde Leonie auch. Angeblich sogar Paulines Mutter. Aber das kann Pauline sich nun wirklich nicht vorstellen. Trotzdem benehmen sich plötzlich alle so komisch und streiten sich um nichts und wieder nichts, fast als würden sie nicht mehr dieselbe Sprache sprechen. Aber zum Glück sind da Lukas und sein dreibeiniger Hund. Vielleicht wissen die noch, wie man einfach nur einen Schneemann baut.
Von einem Tag auf den anderen versteht Pauline die Welt nicht mehr, erzählt Rezensentin Anne Backhaus. Ihre beste Freundin, setzt sich plötzlich woanders hin, Paulines Mutter trifft einen neuen Mann, und ihr Vater ist eifersüchtig, obwohl er schon lange eine neue Familie hat. In "Wörter mit L" geht es um verschiedene Formen der Liebe, des Schmerzes und um die Schwierigkeiten, den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, erklärt Backhaus. Bachs knappe und treffende Sprache sowie die Authentizität ihrer Figuren werden es jungen Lesern leicht machen, sich mit Pauline zu identifizieren, und sich am Ende mit ihr zu freuen, wenn schließlich trotz vieler offener Fragen doch noch alles gut wird, so die überzeugte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019
Rezensentin Eva-Maria Magel ist ganz verliebt in die jugendliche Heldin in Tamara Bachs Kinderbuch. Was es heißt, an der Schwelle zum Erwachsensein zu stehen und in einer Patchworkfamilie zu leben, können ihr die Autorin und ihre patente Figur glaubhaft und mit präzis gesetzten Worten vermitteln. Wenn alles aus dem Lot gerät, und Innen und Außen auseinander driften, was dann? Die Leerstellen, die Bach setzt, lassen Magel genau den Raum, den es braucht, um darüber nachzudenken. Und das schließlich alles gut wird, diese Hoffnung lässt der Text den jungen Leserinnen auch, versichert die Rezensentin.
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