Hervorgegangen aus der Zusammenarbeit des Künstlers Thomas Demand und des Direktors der Nationalgalerie in Berlin Udo Kittelmann, versammelt der Band Beiträge von Autoren aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens, die alle etwas gemeinsam haben: Sie gestalteten das Selbstverständnis unserer Republik der letzten Jahre mit. Schriftsteller, Architekten, Historiker, Politiker, Künstler, eine ehemalige Terroristin, Philosophen sie alle sprechen von ihrem eigenen Zugang zur harmlos klingenden Frage "How German is it?".
Die hohen Erwartungen, die ein Fotograf wie Thomas Demand und ein Museumschef wie Udo Kittelmann bei Rezensent Ingo Arend wecken, konnte dieser Band zur Ausstellung "Nationalgalerie" leider nicht ganz erfüllen. Anhand von Demands Fotografien sollte eine Vortragsreihe die Frage beantworten, ob sich "nationales nationales Selbstverständnis in Bilder fassen" lasse. Die hier nun zusammengetragenen Reden von Joachim Gauck bis Herta Müller haben Arend allerdings nicht besonders inspiriert. Viel sattsam Vertrautes über das deutsche Wesen hat er hier nachgelesen, das sich nach der Vergangenheit sehnt und dem Chaos misstraut. Einzig Herfried Münkler und Michael Blumenthals Beiträge nimmt er von seiner Kritik aus.
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