Gibt es Willenshandlungen, ja, gibt es überhaupt den Willen? Das ist gegenwärtig eine der meistdiskutierten Fragen. Dieses Buch bietet einen idealen Einstieg in die Beschäftigung mit einem der großen Rätsel der Menschheit. Es gibt nicht nur eine Einführung in die philosophischen Auseinandersetzungen mit der Frage der Willensfreiheit, sondern gewährt auch einen Einblick in die kognitionswissenschaftliche Forschung zu Willenshandlungen sowie eine soziologische Analyse des Willensbegriffs in seiner geschichtlichen und zeitgeschichtlichen Dimension. Erstmalig wird hier der Versuch unternommen, die Frage der Willenshandlung interdisziplinär anzugehen und Antworten höchst unterschiedlicher Fachbereiche zu sammeln. Experten aus Philosophie, Kognitionswissenschaft und Soziologie haben gemeinsam versucht, auf die Frage der Willenshandlung eine Antwort zu geben, die dem state of the art der Forschung entspricht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2008
Rezensent Helmut Mayer schätzt diesen von Tillmann Vierkant herausgegebenen Sammelband, der einen erhellenden Blick auf die Debatte um die Willensfreiheit wirft. Er attestiert den Autoren - Kognitionswissenschaftlern, Philosophen und Soziologinnen - , das Phänomen des Willens aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, um sein Verhältnis zum Bewusstsein, zu deterministischen Vorstellungen, zum Begriff des Selbst zu klären. Meyer, der sich skeptisch gegenüber den Selbstgewissheiten der Hirnforschung zeigt, hebt die Auseinandersetzung mit neurowissenschaftlichen Blickverengungen und Kategorienfehlern hervor, die dazu diene, "Übergänge zum Willen als soziales und kulturelles Phänomen zu markieren". Er betont, dass die Autoren auf endgültige Urteile in der Debatte verzichten. Ihr Interesse sieht er ohnehin eher bei der Frage, "warum die neurowissenschaftliche Desillusionierung offensichtlich ohne Effekt blieb".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…