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Martin Schulz

Ordnungen der Bilder

Eine Einführung in die Bildwissenschaft
Cover: Ordnungen der Bilder
Wilhelm Fink Verlag, München 2005
ISBN 9783770542062
Kartoniert, 163 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Kaum ein anderes Phänomen ist in den unterschiedlichsten Disziplinen so sehr in den Mittelpunkt begrifflicher Auseinandersetzung geraten wie die vielfältige Kultur der Bilder. Gibt es eine Wissenschaft vom Bild? Oder nur Wissenschaften von Bildern? In den vielen Beiträgen und Diskussionen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind und sich entwickelt haben, lassen sich jedenfalls bestimmte diskursive Ordnungen ausmachen, Ordnungen, welche die Blickweisen auf Bilder ebenso sehr prägen wie diese die analytischen Interessen und den Umgang mit ihnen.Das Buch gibt einen Überblick über die verschiedenen historischen wie aktuellen Theorien und Methoden des vielzitierten iconic turn. Zugleich bietet dieser Überblick die Grundlage für eine neu zu definierende Ikonologie, in der nicht nur die Vielfalt der Bildphänomene aus unterschiedlichen Kulturen integriert, sondern auch die unterschiedlichen Modelle zu einer möglichst umfassenden Bildwissenschaft verknüpft werden können. Drei Parameter spielen hierbei eine entscheidende Rolle: Bild, Medium und Körper. Bilder sind zum einen an bestimmte Medien gebunden, von denen sie getragen und übertragen, materialisiert und sichtbar gemacht werden; zum anderen nicht weniger an Körper, den sie als Träger nutzen, den sie darstellen und substituieren und von denen sie überhaupt erst als Bilder wahrgenommen werden können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.05.2006

Erhellend findet Rezensentin Christiane Kruse diese "Einführung in die Bildwissenschaft", die Martin Schulz vorgelegt wird. Sie sieht darin eine gelungene Synthese verschiedener historischer und aktueller bildwissenschaftlichen Positionen und bescheinigt dem Autor, das gesamte Forschungsfeld in "klarer und konziser Diktion" darzulegen. Besonders die Darstellung der Zusammenhänge zwischen den Teildisziplinen aus ihren historischen Traditionen heraus hat Kruse überzeugt. Die Bildwissenschaft erscheine damit nicht als eine "Post-Disziplin", "sondern als eine Zusammenführung von Fragestellungen einer ganzen Reihe von Einzeldisziplinen".
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