Die Neuausgabe ist aktualisiert und um ein Kapitel über die Geschichte des Grußes in der DDR erweitert. Zu den Eigenheiten der Nationalsozialisten gehörte auch der "deutsche Gruß". Es gibt keine Geste in der Geschichte, die so sehr für ein Regime steht wie dieser Gruß. In seiner Studie untersucht Tilman Allert, wie diese Geste erfunden und dann verbreitet wurde, wie sie zur Unterscheidung von Anhängern und Gegnern diente, aber auch Gegenstand der Belustigung war und wie es nach dem verlorenen Krieg um sie stand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.05.2017
Diese Studie wird nun also schon in dritter Auflage vorgelegt - bereichert um ein Kapitel über den Gruß in der DDR. Rezensent Robert Propst macht klar, dass Allerts an Georg Simmel geschulte Betrachtung eines scheinbaren Details heute schon geradezu als ein moderner Klassiker der Sozialgeschichtsschreibung gelten kann: So dicht beschreibe Allert, wie durch das "Heil Hitler" mit mit "Emporstrecken des rechten Armes bei flach geöffneter Hand bis in Augenhöhe" eine verschworene Gemeinschaft geschaffen wurde, dem letztlich die Regression in einen Zustand der Empathielosigkeit und Gewalt schon eingeschrieben sei.
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