Sechzehn Männer kämpfen im "Paradies der Schwerter" gegeneinander - das Preisgeld ist mäßig, das Risiko dagegen hoch: Gekämpft wird nämlich auf Leben und Tod. Einige nehmen aus Abenteuerlust am Turnier teil, einige aus Gier, andere aus Lebensüberdruss, aus Verzweiflung oder Not.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Rezensent Christoph Bartmann klingt immer ein wenig so, als müsste er seine Wertschätzung von Tobias Meißners literarischer "Weltolympiade der martialischen Künste" verteidigen. Meißners Buch könnte sowohl als Vorlage eines künftigen Computerspiels wie als Beschreibung der Situation dienen, in der sich die Teilnehmer solcher Spiele befinden, meint Bartmann. "Ohne Rücksicht" auf historische und kulturelle Wahrscheinlichkeiten lasse Meißner sechzehn Kämpfer in einer virtuellen Welt gegeneinander antreten. Dabei geht es dem Autor nicht um die mit "atemberaubender Detailfreude" in Szene gesetzte Gewalt, versichert der Rezensent, sondern vielmehr um die archaische Event-Kultur, die hinter so einem Turnier stecke. Trotzdem: "Verbissener, aber auch spielerischer ist in der Literatur wohl selten gekämpft worden." Als Meisterwerk will Bartmann das Buch aber nicht bezeichnen, dafür ist ihm die Sprache "zu blechern, zu hölzern oder zu ledern". Manchmal allerdings gelingen Meißner "großartige" Wendungen, die nicht zuletzt die "düstere Faszination" des Werks ausmachen, schreibt unser Rezensent.
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