Aus dem Englischen von Christine Ammann. Jeder weiß, was er am liebsten isst, welche Farbe er mag und welches die beste Kultserie ist. Aber wie entscheiden wir, was wir gut finden? Sind diese Entscheidungen biologisch begründet oder von persönlichen Erfahrungen geprägt? Tom Vanderbilt stützt sich auf die neuesten Erkenntnisse von Psychologie und Hirnforschung und beantwortet die Frage nach den Ursprüngen unseres Geschmacks. Von den komplizierten Hintergründen der Essensauswahl über die Nonstop-Vergabe von Likes im Netz bis zu unserer Unsicherheit beim Anblick eines Kunstwerks: Tom Vanderbilt zeigt in diesem Standardwerk, welcher Anteil der Präferenzen im Alltag in unseren Gehirnen angelegt ist und welcher von unserem Umfeld beeinflusst wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016
Rezensent Stephan Wackwitz wünscht Tom Vanderbilts Buch nicht nur viele Leser, sondern auch deutschsprachige Nachahmer, kompetente natürlich. Die müssten dann laut Wackwitz über etwas, über das sich niemand sonst groß Gedanken macht, ein so genaues, philosophiegeschichtlich scharfes, gut recherchiertes und unterhaltsames Buch schreiben wie dieses. Aus Vanderbilts Gesprächen mit Experten, Köchen, Algorithmenverfassern und Preisrichtern, lernt der Rezensent nämlich nicht nur was Geschmack bedeutet, sondern auch, wie wenig logisch er ist und wie unmöglich es sich gestaltet, ihn vorauszusehen. Dass der Autor sich mit seinem "neutralen Modell" des kulturellen Wandels von jemandem wie Bourdieu distanziert, stört Wackwitz nicht, solange der Autor es derart überzeugend macht.
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