Tonino Benacquista

Die Melancholie der Männer

Roman
Cover: Die Melancholie der Männer
DuMont Verlag, Köln 2003
ISBN 9783832178284
Gebunden, 303 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Auf dem Tennisplatz haben sie sich per Zufall kennen gelernt, in einer Bar trinken sie auf diese Gewissheit und beschließen eine verblüffende Wette: Wer von den beiden melancholischen Männern wird beim Wiedersehen in drei Jahren ein anderer geworden sein? Thierry Blin, den sein Gesicht mit dem Schildkrötenprofil ebenso langweilt wie seine Gewohnheitsliebe mit der sanften Nadine und sein Beruf, macht sich auf den Weg in ein Leben nach dem Leben - genauso wie Nicolas Gredzinski, der stellvertretende Abteilungsleiter einer Firmengruppe im Energie- und Informatikbereich, den Traum von einem anderen Selbst ermöglichen will. Im Rhythmus eines Krimis, vorangetrieben von den Abenteuern des Alltags, erzählt Tonino Benacquista von männlicher Schwermut und von den Möglichkeiten der Veränderung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.11.2003

Tonino Benacquistas Roman "Die Melancholie der Männer" bereitet nach Ansicht von Rezensentin Jutta Person eine vergnügliche Lektüre. Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei Männer, beide um die vierzig, in der Midlife-Crisis, die eine Wette abschießen: innerhalb von drei Jahren wollen sie ihr Leben komplett umkrempeln, um jeweils zu dem "Traum-Ich" zu werden, das sie immer sein wollten. Wie die beiden Männer das dann umsetzten - der eine stülpt sich von innen um, der andere von außen -, findet Person recht unterhaltsam. Zwar hält das Ganze für "ein wenig glatt und vorhersehbar vielleicht". Aber gefallen hat es ihr doch, schließlich ist es "intelligent aufgezogen und schön anzusehen". Ein bisschen fühlt sie sich dabei an Filme erinnert, "in denen Frauen Blümchenkleider tragen, Männer Schlawiner sind und allerhand verrückte Dinge passieren."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2003

Martin Krumbholz ist von diesem Roman ziemlich begeistert. Zwei Männer um die Vierzig beschließen in einer Wette, jemand anders zu werden; der eine wechselt seine Identität und wird vom Bilderrahmer zum Privatdetektiv, der andere wird mit Hilfe von Alkohol zum erfolgreichen Geschäftsmann, fasst der Rezensent die Handlung zusammen. Er preist den hohen Unterhaltungswert des Buches und sieht durch den französischen Autor den Beweis erbracht, dass eine radikale Veränderung des Lebens, wie ihn die beiden Protagonisten anstreben, möglich ist. Allerdings, so Krumbholz wohlwollend, sind schon einige "tollkühne Pointen" von Seiten Benacquistas nötig, um den Hauptfiguren das Leben und "die Moral" zu retten, aber die will der Rezensent unter keinen Umständen verraten.

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