Wie gelang es diesem "Genie der Harmlosigkeit", sich in drei Gesellschaftssystemen, der Weimarer Republik, im "Dritten Reich" und schließlich in der Bundesrepublik, derart ungebrochener Popularität zu erfreuen? Der Autor hat auf der Grundlage von Recherchen und Gesprächen mit Zeitgenossen Rühmanns, darunter Johannes Mario Simmel, Artur Brauner und Frank Beyer, in dieser mit zum Teil unveröffentlichtem Material reich bebilderten Biografie Rühmanns Leben nachgezeichnet. Mit einem Vorwort von Michael Verhoeven sowie einer ausführlichen Filmografie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Fritz Göttler bespricht drei Biografien Heinz Rühmanns, die kurz vor dessen hundertstem Geburtstag herausgekommen sind: "Heinz Rühmann 1902-1994 "von Görtz und Sarkowicz., "Ich brech' die Herzen" von Fred Sellin und "Ein guter Freund" von Thorsten Körner. Halbwegs positiv kommt die Biografie Torsten Körners in Göttlers Besprechung weg, selbst wenn das Buch viele Schwächen aufweise. Körner tue sich wie die meisten Rühmann-Biografen ein wenig schwer mit der Unterscheidung zwischen Mann und Mythos, was unter anderem daran liegen mag, dass seinem Buch keine fundierte Medientheorie zugrunde liege, die Aufklärung schaffen könnte. Immerhin aber sei der Autor um Neutralität bemüht, so der Rezensent und zeichne die Ereignisse in und um Rühmanns Leben ausführlich nach.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Bei allem "Wenn und Aber" ist Harald Martenstein offenbar ein Fan von Heinz Rühmann, dem Mann, den alle zu mögen schienen. Zu seinem 100. Geburtstag am 7. März 2002 sind drei Biografien erschienen: "Ich brech' die Herzen..." von Fred Sellin, "Heinz Rühmann 1902-1994" von Görtz/Sarkowicz und "Ein guter Freund" von Torsten Körner . Die von dem letztgenannten Autor verfasste Biografie wird von dem Rezensenten positiv bewertet. Der Autor habe bereits eine Dissertation über Rühmann veröffentlicht. Die hier vorgestellte "kluge, reiche, analytische" Biografie halte die Balance "zwischen der Hommage an einen großen Künstler und der Wahrheit über einen unpolitischen Menschen", den - wie Martenstein zu Beginn seines Artikels anmerkte - Hitler, Ulbricht und Marius Müller-Westernhagen "gut" fanden. Harald Martenstein findet das übrigens auch.
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