Mit 33 Farbfotografien. Trine Sondergaard hat junge Prostituierte in ihrem Revier, dem Bahnhofsviertel von Kopenhagen, fotografiert. Die Bilder zeigen, unter welchen Bedingungen diese Frauen ihrer Tätigkeit nachgehen. Doch der Band ist mehr als ein Sozialreport. Es ist eine Recherche über die Situation der Frauen allgemein, über ihre Kämpfe und ihre Leidenschaften.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.11.2002
Rezensent Daniel Kothenschulte zeigt sich recht zufrieden mit Trine Sondergaards großformatigem Fotoband über Prostituierte am Kopenhagener Bahnhofsstrich. Bedauerlich findet er nur, dass der Band dem Leser weder mit einem Vorwort noch durch Bildlegenden und nicht einmal mit der üblichen Kurzbiografie der Fotografin entgegen kommt. Lediglich ein kurzes Gedicht einer Prostituierten, dem auch der Titel entnommen ist, biete Anregung. Doch die "richtige Komposition" der dreiunddreißig Farbfotos hat Kothenschulte überzeugt. Jede einzelne der Aufnahmen löse das schwierige Quadratformat mit Bravour und Raffinesse, jedes Bild finde zu sich selbst in der Kadrage. Sondergaard geht es nach Ansicht des Rezensenten um Autonomie, genauer: um die Autonomie des Bildes und die des Körpers, auch im Zustand der Vermietung. Ihre Bilder zeichnen sich für Kothenschulte auch dadurch aus, dass sie nicht nur den Prostituierten, sondern auch den Kunden "mit Würde" begegnet.
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