Bremen 1891: Nachdenklich schlendert Udo Jürgens' Großvater, Heinrich Bockelmann, über den Weihnachtsmarkt. Er steht vor einer schwierigen Entscheidung. Soll er nach Amerika aufbrechen, um sein Glück zu suchen, oder nach Russland, das sein Vater ihm als Land der unbegrenzten Möglichkeiten geschildert hat? Da hört er den anrührenden Klang eines Fagotts, der ihm wie das Echo seiner eigenen Gefühle erscheint: die russische Weise "Kalinka" - für Heinrich Bockelmann ein Zeichen des Schicksals ... Udo Jürgens-Bockelmanns biografischer Roman spiegelt die faszinierende Geschichte seiner Familie sowie sein eigenes Leben die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts wider: Der Bogen spannt sich dabei vom Glanz der Zarenzeit über die russische Revolution, die beiden Weltkriege, das Dritte Reich, die deutsche Teilung und das Ende des Kalten Krieges bis hin zum Fall der Berliner Mauer.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…