Wie ein roter Faden zieht sich der Begriff Versöhnung durch das Leben des Predigersohnes Johannes Rau, der zum Bundespräsidenten wurde. Seine aus dem Glauben gestärkte Hoffnung, die stets mit Humor und großer Menschenliebe verbunden war, bietet auch nach seinem Tod ein glaubwürdiges Vorbild.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2007
Die Idee zu einem Buch, das den christlichen Hintergrund des Politikers Johannes Rau ausleuchtet, findet Cord Aschenbrenner gut. Um so enttäuschter ist er, dass die Ausführung misslingt. Die Fähigkeit zur Recherche möchte Aschenbrenner Uwe Birnstein zwar nicht absprechen, der Autor habe durchaus genug Material für die "pietistisch-protestantisch geprägte" Vita zusammengetragen. Dem Wesen Raus fühlt sich der Rezensent dennoch nicht nahe gebracht, zu sehr erscheint ihm das Porträt als Skizze "aus zweiter Hand". Fragen nach dem Verhältnis des Politikers Rau zum Gläubigen Rau und umgekehrt brennen dem Rezensenten weiter auf den Nägeln.
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