Das erste Pilgerziel der vielköpfigen Gemeinde von Renaissance-Begeisterten ist selbstverständlich Italien. Doch weit gefehlt: In unmittelbarer Nachbarschaft, in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, und Österreich finden sich einige der bedeutendsten Denkmäler der Renaissance nördlich der Alpen. Hier liegt nun ein umfassender Führer vor, der die neuen Ziele fast lückenlos erschließt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2003
Mit gemischten Gefühlen betrachtet Rezensent Arnold Bartetzky das "Handbuch der Renaissance". Einerseits biete das Buch einen "facettenreichen Überblick", andererseits vermisst Bartetzky zentrale Themen und Objekte. So sei zum Beispiel der Manierismus komplett ausgeblendet. Ebenso scheitern Anne Schunicht-Rawe und Vera Lüpkes in Bartetzkys Augen bei der Bestimmung des Gegenstands. Was genau die "frühneuzeitliche Kunst" der behandelten Länder zur Renaissancekunst macht, erfährt Bartetzky nur in "unverbindlichen Formulierungen". Deswegen zeuge das einführende methodologische Kapitel von einer "gewissen Ratlosigkeit". Der alphabetisch nach Ländern geordnete Hauptteil hat den Rezensenten allerdings wieder versöhnt. "Die Texte sind knapp, präzise und inhaltsreich, verfallen aber nicht in das für Kunsthandbücher typische, zermürbende Stakkato von Fakten, Namen und Daten", lobt Bartetzky. Die Darstellung der einzelnen Objekte wird durch Einführungskapitel ergänzt, die laut dem Rezensenten "überzeugend" den historischen Hintergrund beleuchten. Bartetzky gefielen auch die "instruktiven Exkurse", die über Künstler und ein "breites Spektrum an Themen, von Idealstädten über Kunstkammern bis zur Commedia dell'Arte" informieren. Schade nur dass der "interdisziplinäre Blickwinkel" sich auf vier Länder beschränkt, meint Bartetzky und wünscht sich in einem weiteren Band eine Auseinandersetzung mit der Renaissance in Osteuropa.
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