Die ebenso originelle wie fundierte Studie ermöglicht einen neuen Zugang zu Kant (1724-1804), indem sie "Vernunft und Leben" in einen systematischen Zusammenhang stellt. Aus dem Inhalt: Die Programmatik des Philosophierens - Das Abenteuer des Erkennens - Was kann ich wissen? Grundzüge der theoretischen Philosophie - Was soll ich tun? Ethik und Recht nach dem Prinzip der Vernunft - Was darf ich hoffen? Der Sinn als Träger der Kultur - Was ist der Mensch? Ein Tier, das sich ein Beispiel gibt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2002
Der upj zeichnende Rezensent zeigt sich recht angetan von Volker Gerhardts Einführung "Immanuel Kant. Vernunft und Leben". Er hebt hervor, dass Gerhardt, an der Berliner Humboldt-Universität lehrender Kant-Spezialist, einen neuen Zugang zu Kant schafft. Für Gerhardt nämlich habe die mittlerweile nahezu unübersichtliche Kant-Literatur bei aller Philologie die "systematische Nähe zwischen Vernunft und Leben" bei Kant selbst vergessen. Demgegenüber mache Gerhard geltend, dass hinter allem Fragen das Individuum stehe, und sich alles philosophische Wissen letztlich um einen personalen Kern drehe. Daher setze Gerhardt mit einem programmatischen Kapitel über das Philosophieren ein, um dann in sechs Schritten hin zu "Perspektiven einer Philosophie der Humanität" zu führen. Besonders erfreulich findet der Rezensent, dass der Band auch an die literarischen Stärken Kants erinnert.
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