Ein Leben lang hat sich der Theologe Walter Nigg mit großen religösen Denkern befaßt und seine Liebe scheint dabei eher den Unheiligen als den Heiligen, eher den Ketzern als den Folgsamen zu gehören. In Vincent van Gogh trifft der unorthodoxe Theologe auf eine der unorthodoxesten Gestalten des 19. Jahrhunderts, einen genialen Maler, der gleichzeitig Ketzer ist, Denker, Gottsucher und Prophet, der sein Leben lang zu Gott strebt und mit diesem doch immer wieder in erbittertem Streit liegt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
Den "wirklichen Vincent van Gogh" treffe man in kaum einem neuen Buch über ihn, kritisiert Elke von Radziewsky. Leider allerdings auch nicht, erfahren wir, in diesem erstmals 1948 erschienen Van-Gogh-Lebenslauf des "für seine Porträtierungskunst gerühmten Theologen" Walter Nigg. Dieser beschäftige sich zwar mit der Biografie des Pastorensohn van Gogh, beschreibe seine Arbeit als Probemissionar bei den Bergleuten von Borinage sowie seine Abkehr von der Kirche. Vor allem jedoch sei das Buch leider ein "Plädoyer für eine neue kirchliche Bewegung". Entsprechend wolle Nigg in van Gogh dann, wie die Rezensentin das Van-Gogh-Bild des Autors referiert, einen "Gottessucher" entdecken, der "in den Dingen neue religiöse Symbole fand".
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